Presseberichte

2010    2009     2007 - 2008    2003 - 2006    1999 - 2002
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Kreisbote Tölz/WOR 17.12.2008
Nachmittagsbetreuung und Schulsozialarbeit
des Albert-Schweitzer Familienwerkszum Artikel
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Wolfratshauser SZ 26.11.2008
Waldkindergarten Bad Tölz
Auf die Schaufel genommenzum Artikel
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Beurer Bladl Nov. 2008
Frauenunion Neubeuern
bringt Kinderherzen zum Lachenzum Artikel
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Wolfratshauser SZ 22.10.2008
Vom Apfel zum Saft
Der Waldkindergarten Bad Tölz bei der Saftpressezum Artikel
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Pegnitztalzeitung 22.08.2008
Das Sternstundenhaus in Rückersdorf
Eigentlich sind wir eine Patchworkfamiliezum Artikel
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Pegnitztalzeitung 22.08.2008
Albert-Schweitzer-Kinder aus Rückersdorf zu Besuch bei Monique Egli
zum Artikel
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30.05.2008
Ein Kindergarten voller Bäume
Im Waldkindergarten spielen Kinder bei jedem Wetter draußenText
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Pegnitz-Zeitung 12/2007
Sternstunden-Kinder bei Marlene Mortler
Text
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Süddeutsche Zeitung, 8.10.2007
Aufrichtige empfundenes Mitgefühl für den Menschen

Zur Jubiläumsfeier der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer gibt seine Enkelin in Benediktbeuern ein Benefizkonzert Text
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Hersbrucker Zeitung, 2.10 2007
Betreuung nach "Elternprinzip"

Kinderhaus Pegnitztal in Raitenberg Text
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Pegnitz-Zeitung 13.07.2007
Begegnung mit der Enkeltochter Albert Schweitzers Monique Egli Text
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Centaur, Kundenmagazin der Drogeriemärkte Rossmann Ausgabe 05/2007 6. Jahrgang
Bei jedem Wetter draußen - Waldkindergärten Text





 

Kreisbote Bad Tölz-Wolfratshausen SZ 17.12.08

Schulsozialarbeit und Nachmittragsbetreuung

 


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Wolfratshauser SZ 26.11.08

Waldkindergarten Bad Tölz

 


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Beurer Bladl November 2008

Frauenunion Neubeuern überreicht Spende für Kerbhaus

 


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Wolfratshauser SZ 22.10.2008

Der Waldkindergarten Bad Tölz bei der Saftpresse

 


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Nürnberger Zeitung 26.09.2008

Das Sternstundenhaus in Rückersdorf

Eigentlich sind wir eine Patchworkfamilie

 


Im Sternstundenhaus in Rückersdorf leben neun Kinder  mit  ihrer "Haus-
mutter" Claudia Nitz. Jedes Kind wird individuell gefördert,  um ihm einen
guten  Start  ins  Leben  zu  ermöglichen.   Geleitet  wird  das  Haus  von
Hermann Mayer.                                                              Foto: Siebert
RÜCKERSDORF - Ein großes Holzhaus mitten im Grünen. Vögel zwitschern, der Wind rauscht in den Baumkronen, laute Popmusik schallt aus dem geöffneten Fenster. Vor dem Anwesen steht ein ausladendes Spielgerät in Form eines Piratenschiffes. Drei Jungs klettern darin herum, vor dem Schiff hocken zwei Mädchen und streicheln einen Labrador, der gutmütig dreinschaut.

Es ist ein idyllisches Bild, das sich dort in Rückersdorf (Kreis Nürnberger Land) bietet. Das Bild bekommt erst Risse, wenn man die Geschichte der Hausbewohner kennt. Im Albert-Schweitzer-Sternstundenhaus leben Kinder, die nicht bei ihren Familien bleiben konnten. Die Gründe dafür sind vielfältig: In der Broschüre des Albert-Schweitzer-Familienwerks sind unter anderem Missbrauch oder Misshandlung der Kinder, Alkohol- und Drogenabhängigkeit sowie psychische Erkrankungen der Eltern aufgeführt.

Über die Einzelschicksale ihrer Schützlinge möchte Hausmutter Claudia Nitz nicht sprechen, um die Kinder, aber auch deren Familien zu schützen. Die meisten kommen aus dem Umland. "Die Familien waren aus verschiedenen Gründen mit den Kindern überfordert", fasst sie die Problematik vorsichtig zusammen.


Ein Kinderheim,
aber kein gewöhnliches

Das Sternstundenhaus ist ein Kinderheim - allerdings kein gewöhnliches: Claudia Nitz lebt mit den neun Kindern und Jugendlichen zusammen. Ihre Wohnung hat sie im obersten Stockwerk des Hauses. Theoretisch arbeitet sie zwar - genau wie ihre fünf Kollegen - in festen Schichten. Praktisch ist sie aber rund um die Uhr für ihre Schützlinge da, wenn Not am Mann ist.

Heute ist Freitag: Aufräumtag im Sternstundenhaus. Jedes Kind ist für sein Zimmer zuständig. Am Ende kontrollieren die Betreuer, ob alles ordentlich ist. "Auf der einen Seite sind wir aus organisatorischen Gründen darauf angewiesen, dass die Kinder ein bisschen mithelfen - trotz der Haushaltshilfe, die das Putzen und Kochen übernimmt", sagt Claudia Nitz. Auf der anderen Seite würden die Kinder auf diese Weise Fertigkeiten erlernen, die sie später gut gebrauchen können.

Die Hausmutter sitzt an einem langen Holztisch in einem hellen, freundlichen Raum. "Hier essen wir morgens, mittags und abends zusammen", erzählt sie. Abwechselnd haben die Kinder Tischdienst, und auch für die Wäsche sind alle mal zuständig. Vom Esstisch aus blickt man aus dem Fenster auf eine voll behangene Wäschespinne.

Die ersten Kinder sind mit dem Aufräumen fertig und verlangen die Aufmerksamkeit ihrer Hausmutter. "Geht doch noch ein bisschen draußen spielen, ich komme gleich", sagt Claudia Nitz zu einem missmutig dreinschauenden Jungen und streicht ihm übers dunkle Haar. Trotz aller Professionalität: "Ich lebe mit diesen Kindern zusammen, erlebe ihren ganzen Alltag. Natürlich gewinne ich sie lieb."

Das Verhältnis zwischen Hausmutter und Kind ist freilich nicht von Anfang an so innig. Wenn die Kinder neu sind, das ist das Schwierigste, weiß Claudia Nitz. "Erstmal muss man ihr Vertrauen gewinnen." Die Wenigsten wollten schließlich überhaupt von ihren Eltern weg. "Unsere Erfahrung ist, dass es Kindern daheim schon sehr schlecht gehen muss, damit sie ins Heim wollen." Und doch gehe die Eingewöhnung jedes Mal überraschend schnell. "Die Kinder helfen sich gegenseitig."

Wenn das Jugendamt ein Kind vermittelt, fragt es bei dem Heim an, das es für das geeignetste hält: "Das sind Erfahrungswerte, die Mitarbeiter kennen die Einrichtungen ja." Voraussetzung ist freilich, dass ein Platz im Heim frei ist. Im nächsten Schritt besucht das Kind mehrmals das Haus und dessen Bewohner. Passt das Kind in die bestehende Gruppe - charakterlich, aber auch, was seine speziellen Bedürfnisse angeht? Erst dann wird gemeinsam entschieden, ob das Sternstundenhaus das Richtige ist.

Ziel ist, die Kinder irgendwann in ihre Familie zurückzuführen. Manche Krisensituationen erledigen sich mit der Zeit. Andere nicht: Das älteste "Kind" im Haus ist 17 Jahre alt und wohnt seit knapp sechs Jahren in Rückersdorf. Demnächst tritt sie eine Ausbildung an und zieht in eine eigene Wohnung. Der Abschied wird nicht einfach sein, aber bei Claudia Nitz überwiegt die Freude. Sie ist stolz auf ihre "Große": "Wenn man sieht, da konnte man jemanden unterstützen, das ist ein tolles Gefühl."

Die Unterstützung besteht nicht nur aus gemeinsamem Essen und Hausaufgabenhilfe. Jeder Betreuer hat zwei Kinder, um die er sich besonders intensiv kümmert. Das "Bezugsbetreuersystem" sorgt dafür, dass kein Kind zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Sportvereine, Musikunterricht, Kunst- und Spieltherapie: Jeder wird individuell gefördert.

Inzwischen schleichen immer mehr Kinder um den Esstisch herum. Sie wollen ihre Hausmutter für sich, zum Spielen, Reden, Kuscheln. Ganz wie mit einer "richtigen" Mutter. "Eigentlich sind wir eine große Patchworkfamilie", sagt sie.

Spendenkontonummer: 149330, BLZ 76061025. Im Sternstundenhaus ist ab März eine Praktikantenstelle frei. Weitere Infos unter 0911/95339888.

Stephanie Siebert
Nürnberger Zeitung 26.9.2008

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Pegnitztal Zeitung vom 22.08.2008

Albert-Schweitzer-Kinder aus Rückersdorf zu Besuch bei Monique Egli

 

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30.05.2008

Ein Kindergarten voller Bäume

Im Waldkindergarten spielen Kinder bei jedem Wetter draußen

 

"FÜRS LEBEN lernen die Kinder mehr, wenn sie dem Leben ausgesetzt sind", davon ist die Kinderpflegerin des Albert-Schweitzer-Waldkindergartens, Petra Eirainer überzeugt. 19 Kinder betreut sie zusammen mit dem Sozialpädagogen Josef Kellner und einer Praktikantin im Wald – bei Wind und Wetter, sommers wie winters. Ruhig und konzentriert beschäftigen sich die Kinder: Klettern über Baumstämme, baeun eine Hütte aus abgebrochenen Ästen, lassen Holzrinden auf dem kleien Bach schwimmen, sammeln Blumen und Bucheckern. Keine Spur von Langeweile, obwohl hier spielzeugfreie Zone herrscht: keine Puppen, ken Playmobil, keine Duplo-Steine. 2001 wurde der Waldkindergarten von Eltern gegründet, die keinen Platz im Regelkindergarten ergattert hatten – und die vom skandinavischen Modell des Waldkindergartens begeistert waren. Nach diesem Konzept sillen die drei- bis sechsjährigen Kinder die Natur kennen und kreativ nutzen lernen, sich körperlich austoben, die Erfahrung von Freiheit und Grenzen machen und dabei einen respektvollen und eigenverantwortlichen Umgang mit sich und anderen lernen. Pädagogische Arbeiten und Vorschul-Erzeihung findet auch hier statt, genau wie in anderen Kindergärten auch. Freilich nicht in festen Räumlichkeiten: Ein Zirkuswagen bietet Unterschlupf wenn das Wetter allzu unfreundlich ist – Regen zählt nicht dazu.
Brotzeit am Lagerplatz
Auch in Penzberg gibt es einen Waldkindergarten unter der Trägerschaft des Albert-Schweitzer-Familienwerks, und in Holzkirchen gründete eine Elterninitiative einen Waldkindergarten als gemeinnützigen Verein. Der Ablauf ist ähnlich wie in Tölz: Jeden Morgen um acht Uhr treffen sich die Kinder am Zirkuswagen, der etwas außerhalb von Tölz, in der Nähe des Weilers Bürg steht. Nach einem kleinen Morgenkreis wandert die Karawane zu einem Lagerplatz. Dort wird Brotzeit gemacht, gemalt und gebastelt, mit Instrumenten musiziert, Märchen werden erzählt und jeden Montag gemeinsam über der offenen Feuerstelle gekocht. Dann geht es zurück zum Bauwagen, wo die Eltern bis 13.30 Uhr ihre Kinder abholen können. Anders als in Tölz können die Kinder in Holzkirchen und Penzberg aber Mittag essen und damm bis 14 Uhr beziehungsweise bis 14.30 Uhr bleiben. Waldkindergärten sind nach dem Kindergartengesetz anerkannt und kosten, genau wie Regelkindergärten, rund 100 Euro monatlich. Infos bei Josef Kellner (Leitung Bad Tölz) unter 0175/5493590 oder 0175/5449354, bei Gertrud Weth (Leitung Penzberg) unter Telefon 0175/5494337 und unter www.wakiga-holzkirchen.de

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Pegnitz-Zeitung, 12/2007

Sternstunden-Kinder bei Marlene Mortler

Buben aus Rückersdorfer Albert-Schweitzer-Haus übergaben ihre Wünsche

RÜCKERSDORF/BERLIN —
Justin (10) und Kevin (14) aus dem Albert-Schweitzer-Sternstundenhaus in Rückersdorf übergaben der Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler in Berlin (das Foto zeigt sie auf der Kuppel des Bundestagsgebäudes) Wünsche und Forderungen aus ihrem Mitmisch-Forum. Was muss anders werden in Deiner Umgebung?Was wünscht Du Dir für Deinen Ort? Unter dem Motto „Mitmischen macht stark“ setzen sich Kinder und Jugendliche aus den Albert- Schweitzer-Kinderdörfern und -Familienwerken in ganz Deutschland mit ihrem Umfeld auseinander.

  Raitenberg
 

In regionalen Mitmisch- Foren entwickelten sie daraus konkrete politische Anträge. Herausgekommen sind 204 Anträge zu den Bereichen Gesundheit, Umwelt, Klima, Verkehr, Verselbstständigung, Freizeit und Schule. Die Ergebnisse der Aktion nahmen in Berlin unter anderem Politiker wie Marlene Mortler, Christine Scheel, Christian von Stetten, Arnold Vaatz und Sascha Raabe entgegen. Diese wurden gebeten, eine Patenschaft für eine der Forderungen zu übernehmen. Mit dem Beteiligungsprojekt werden eher politikferne Kinder und Jugendliche motiviert, ihre Vorstellungen, Änderungswünsche und Bedürfnisse in den politischen Prozess einzubringen. Nähere Infos unter www.kinderdorffreunde.de/mitmischen.

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Süddeutsche Zeitung, 8.10.2007

Aufrichtige empfundenes Mitgefühl für den Menschen

zur Jubiläumsfeier der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer gibt seine Enkelin in Benediktbeuern ein Benefizkonzert

Benediktbeuern —
Heiner Koch freute sich, als er am Samstag im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern zu einem Jubiläumskonzert begrüßte. Zur Freude hatte der Geschäftsführer des Albert-Schweitzer-Familienwerks Bayern auch allen Grund. Immerhin galt es, die Gründung der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer vor 50 sowie des bayerischen Albert-Schweitzer-Familinewerks vor zehn Jahren zu feiern, die Kindern aus sozialer und persönlicher Not helfen. Weil Albert Schweitzer diese Idee sehr wichtig war, lieh er den Kinderdörfern vor einem halben Jahrhundert seinen Namen. So war es etwas Besonderes, als Koch die Schweitzer-Enkelin Christiane Engel empfing. Aus Los Angeles war sie angereist, um mit dem Sternquartett Prag – es besteht aus Mitgliedern des böhmischen Sinfonieorchesters Prag – Quintettfassungen von Mozarts Klavierkonzerten KV 415 und 238 zu geben.
Dass für das Jubiläumskonzert in Oberland geladen wurde, passte vortrefflich. Denn die Geschäftsstelle des Albert-Schweitzer- Familienwerks Bayern befindet sich in Königsdorf, in Bad Tölz gibt es einen Albert-Schweitzer-Waldkindergarten, und am kommenden Samstag wird ein weiterer in Penzberg eröffnet. Von Pädagogen betreut, wird in der freien Natur gespielt und gelernt. In ihrer Jugend reiste Engel mit Schweitzer durch Europa und Afrika. Zunächst studierte sie am Konservatorium in Zürich Klavier, um sich damm jedoch der Psychologie, Sozialanthropologie und Medizin zu widmen. Heute arbeitet Engel als Musikerin: „Mozarts Musik widerspiegelt meine eigenen Ideale von Harmonie, Liebe und Frieden“, sagt sie. Dass ihre Worte keine hohlen Phrasen sind, bewiesen ihre feinsinnigen Deutungen.
Mit malendem Anschlag vermochte Engel Ruhe und Zuversicht erwachsen zu lassen, ihr Mozart war aufrichtig empfunden. Trotz des schlechten Zustands des kleinen Flügels berührten das melacholische Augenzwinkern und die seelische Träumerei, die Engel aus den Tasten zauberte. Diese Empfindungen schlugen wiederum die Brücke zur Filmdokumentation über die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer, prämiert mit dem World-Media-Award, die nach der Pause gezeigt wurde. Nicht zuletzt vermittelte der Film persönliche Einblicke in das Denken von Albert Schweitzer. So hatte der Friedensnobelpreisträger selbst eine glückliche Kindheit und Jugend, seinen Vater nennt er einen "guten Freund": "Mir wurde klar, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist", wird Schweitzer in dem Film zitiert.
Es gebe ein Recht auf Glücklichsein.. Ehrfurcht und Respekt vor dem Leben sind die tragenden Säulen der Schweitzerschen Philosophie und Ethik. Hier knüpft die Arbeit der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer an. An der Spitze der aus Not leidenden Kindern zusammengesetzten Großfamilie sitze auch hier eine "Mutter" und ein "Vater". Jedes Kind wird persönlich gefördert und hat eine Bezugsperson. Pädagogisches und psychologisches Personal unterstützt die Arbeit. Wenn möglich, sollen die Kinder in ihre "Originalfamilie" zurückgeführt werden. "Es geht vor allem um ein Lächeln, das man den Kindern wieder schenkt", so eine Betreuerin. "Mitgefühl und Verständnis für den Menschen" - Christiane Engel hört sie wiederum in Mozarts Musik.
MARCO FREI

Die Eröffnung des Waldkindergartens in Penzbergbeginnt am 13. Oktober um 14 Uhr. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.albert-schweitzer.org


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Hersbrucker Zeitung, 2.10. 2007

Betreuung nach „Elternprinzip“
Spende für neues Projekt des Albert-Schweitzer-Familienwerks in Raitenberg

RAITENBERG (at) -Spende für das Kinderhaus in Raitenberg: Die Dorfgemeinschaft Kleinmeinfeld und die Landfrauen haben den Erlös aus dem Verkauf von Essen, Kaffee und Kuchen beim diesjährigen evan­gelischen Gemeindefest in dem Hartensteiner Gemeindeteil für das Projekt des Albert-Schweitzer-Fa­milienwerks zur Verfügung gestellt.

Ortsbeauftragter Herbert Roth, seine Frau Gisela und Ortsbäuerin Ingrid Grötsch überreichten zusammen mit dem Veldener Pfarrer Jürgen Harder dem Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins, Heiner Koch, einen Scheck über 350 Euro für die soziale Einrichtung. „Wir können das Geld sehr gut gebrauchen und werden es den Kindern zur Gestaltung ihrer Ferienfahrten zur Verfügung stellen", freute sich Koch über die großzügige Hilfe. -Dass ihre Spende gut angelegt ist, davon konnte sich die Abordnung der Dorfgemeinschaft bei der Besichtigung des Kinderhauses Pegnitztal, eines von insgesamt vier in Bayern, überzeugen.
"Die Kinder, die zu uns kommen, haben massive sexuelle Missbrauchs-und Gewalterfahrungen hinter sich oder kommen aus desolaten Familien, in denen die Eltern mit der Betreuung gänzlich überfordert sind", sagte Koch. Die Betreuung erfolge nach dem "Elternprinzip", die in Raitenberg Helge und Tabea Höppner übernommen haben. Das unterscheide das Albert- Schweitzer- Kinderdorf von vielen anderen Kinderdörfern. Koch: "Herr Höppner ist Sozialpädagoge und ist hauptamtlich angestellt.

  Raitenberg
Ortsbeauftragter Herbert Roth (vorne links) von der Dorfgemeinschaft Kleinmeinfeld überreichte mit seiner Frau Gisela, Ortsbäuerin Ingrid Grötsch aus Grünreuth und dem Veldener Pfarrer Jürgen Harder (2. Reihe von links) den Scheck an Heiner Koch (rechts), Geschäftsführer des Albert-Schweitzer-Familienwerks in Bayern für das Kinderhaus in Raitenberg. Foto: A. Tauber
 

Er hat die Hausleitung inne. Seine Partnerin, ebenfalls Sozialpädagogin, ist in ehrenamtlicher Funktion Kinderhauselternteil und geht außerhalb der Familie einer Berufstätigkeit nach".
Zudem sind zwei weitere Pädagoginnen und eine Halbtageshaushaltskraft zur Entlastung angestellt. Sie gewährleisten außerdem, dass die Kinderhauseltern freie Zeit für sich haben. Zur Zeit leben sechs Kinder im Alter von sieben bis 17 Jahren in dem 330 Quadratmeter großen Haus auf zwei Stockwerken. Die mittlere Etage steht den Hauseltern als Wohnung zur Verfügung. "Spezifische Stärke der Arbeit im Kinderhaus ist die Geborgenheit,
Überschaubarkeit und Verbindlichkeit einer familiär strukturierten Lebensgemeinschaft.
Das Kernstück ist dabei das Angebot verlässlicher und emotional intensiver Beziehungen", betonte Koch. Die 1906 erbaute große alte Villa in Raitenberg biete dazu den passenden Rahmen. Auf dem weitläufigen Grundstück in direkter Waldnähe ist viel Platz zum Spielen, Toben und Erleben der Natur. Offiziell eingeweiht wurde die Einrichtung im Juni dieses Jahres. Das Projekt wurde von den Verantwortlichen der Stadt Velden sehr positiv aufgenommen und Unterstützung zugesichert. Zur Finanzierung der anspruchsvollen Arbeit ist das Albert-Schweitzer-Familienwerk auch auf Spenden und Geld aus Stiftungen angewiesen.

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Pegnitz-Zeitung, 13.07.2007

Begegnung mit der Enkeltochter

"Sternstundenhaus"-Kinder aus Rückersdorf trafen Albert Schweitzers Enkelin

 

RÜCKERSDORF—
Das Albert-Schweitzer-Familienwerk feiert sein 50-jähriges Jubiläum und die Kinder aus dem Sternstundenhaus in Rückersdorf sind live dabei. Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten in Waldenburg bei Crailshaim haben die elf jungen Menschen mit ihrem Albert-Schweitzer-Rap das Festprogramm bereichert. Besonders angetan war Albert-Schweitzers Enkeltochter Monique Egli, die aus der Schweiz zum Jubiläum angereist war. Im Laufe der Feierlichkeiten haben sich mehrere Gelegenheiten für einen seehr freundlichen und intensiven Austausch ergeben. Frau Egli widmete sich rührend den Anliegen der „Sterstundenkinder“ und lud zu einem Wiedersehen im Albert-Schweitzer-Haus in Königsfeld im Schwarzwald ein – ein ganz besondere Begegnung für die Mädchen und Jungen aus Rückersdorf, von der sie noch lange begeistert erzählen werden.

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