Presseberichte

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Albert-Schweitzer-Familienwerke Bayern 03/2002
Der FC Bayern aus der Nähe
Text

Presseveröffentlichung 03/2002
Waldkindergärten sollen eng vernetzt werden Text

aus: Münchener Merkus 12.01.2002
"Zwiebellook" gegen die Kälte Text

aus: Süddeutsche Zeitung 20.7.2001
Auf Schnupperpfaden im Waldkindergarten Text

aus: Nürnberger Nachrichten 05/2001
Glückwünsche für "Sternstundenhaus" auf der Ludwigshöhe Text

aus: Main Echo 31.08.2000
Die Kinder sollen später im Leben einmal ihren Mann stehen
Konzept des Albert-Schweitzer-Verbandes zur Erziehung benachteiligter Kinder überzeugte die Sponsoren
Text

aus: Insel Zeitung 29.02.2000
Inselprojekt betreut gestrandete Jugendliche auf dem Ruden Text

aus: Hand in Hand 01/2000
125. Geburtstag von Albert Schweitzer
Wie die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer zu seinem Namen kamen Text

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aus: Süddeutsche Zeitung 23.06.1999
Neues Leben in einer Wohngruppe
Heiner Koch stellt Konzept der Albert-Schweitzer-Kinderdorfhäuser vor
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aus : Presseartikel 06/1999
Herberge wurde zum Heim für Jugendliche
Albert-Schweitzer-Haus in Krausenbach aus privater Initiative entstanden
Text

aus : Bad Tölzer Lokalpresse 21.06.1999
Die geistigen Erben des Dschungeldoktors in Tölz
Tagung des Albert-Schweitzer-Verbands im Gasthof Kolberbräu Text




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Der FC Bayern aus der Nähe

 

Am Samstag war es soweit! Alle Kinder und Erwachsenen wurden in Bussen verstaut und ab ging die Fahrt von Nürnberg nach München. Zu einem Fußballspiel hatten uns das spiel & sport team, Eltern for Family und der FC Bayern eingeladen.

Die "Kleinen" wurden ins Kinderzelt gebracht und die "Großen" besuchten das Spiel gegen Berlin. Dabei durften wir sogar in den "VIP-Bereich". Die Kinder brauchten einige Zeit, bis sie sich auskannten und verstanden hatten, wer gegen wen spielt, und in welche Richtung es geht. Für das Publikum rund herum waren wir mit unserer Großfamilie natürlich einen Attraktion. Nach dem Spiel bekamen wir noch etwas zu Essen und die Erwachsenen zur Feier des
3:0 -Erfolges Champagner angeboten. Außerdem durfte jedes Kind einen Satz Autogrammkarten mit nach Hause nehmen!

Glücklich, müde und voll intensiver Eindrücke erreichten wir gegen 20:00 Uhr wieder unser gemütliches zu Hause. Vielen Dank an unsere Gastgeber für diesen tollen Nachmittag!

Heiner Koch
Familienwerk Bayern

FC BAYERN

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Erfahrungsaustausch beim Fachstammtisch in Benediktbeuern

Waldkindergärten sollen eng vernetzt werden

Heiner Koch vom Albert-Schweitzer-Familienwerk erhofft sich mehr Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einrichtungen

 

Von Ingrid Reinhardt
Benediktbeuern: Rund 35 Initiatoren, Leiterinnen, Mitarbeiter und Vorstände von Waldkindergärten aus ganz Bayern haben sich am Dienstag in Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern zu einem Fachstammtisch getroffen. Dabei ging es darum, Erfahrungen auszutauschen, Kräfte zu bündeln um künftig enger zusammenzuarbeiten.

Es gebe viele Initiativen, die bereits kurz vor der Genehmigung stehen würden, sagte Heiner Koch vom Albert-Schweitzer-Familienwerk. "Wir wollen uns zusammentun, damit nicht jeder alles selber machen muss." Das Albert-Schweitzer-Familienwerk mit Sitz in Königsdorf, dessen Geschäftsführer Koch ist, ist Träger des Tölzer Waldkindergartens. Seit September vergangenen Jahres ist er geöffnet, zwölf Kinder besuchen ihn. Er wurde auf Initiative von Eltern gegründet. In Bayern gebe es immer mehr Initiativen für Waldkindergärten, diese gelte es zu vernetzten, sagte Koch.
Bei dem ersten Treffen ging es um Themen wie die Qualifikation des Personals, die Zahl der Kinder, die optimal betreut werden können und um die Notwendigkeit politischer Arbeit. Vor allem in Bayern mache es der Gesetzgeber sehr schwer, sagte Koch. So reiche in anderen Bundesländern beispielsweise schon ein Zirkuswagen als fester Raum. In Bayern werde dagegen für die Anerkennung ein Raum in einem festen Haus gefordert, obwohl Waldkindergärten diesen gar nicht nutzten.
Viele Politiker, darunter die Sozial- und Familienministerin Christina Stewens (CSU) sowie der Tölzer Bürgermeister Josef Niedermaier würden der Idee aber sehr offen gegenüber stehen.

Der Tölzer Waldkindergarten bemühe sich derzeit um die formaler Anerkennung, sagte Koch. Sie sei notwendig, um Zuschüsse zu erlangen. Ohne diese sei das Bestehen der Tölzer Einrichtung gefährdet.


Die Teilnehmer am Fachstammtisch diskutierten auch die Frage, ob eine staatliche Anerkennung überhaupt erstrebenswert ist. Dem ersten Fachstammtisch vom Dienstag sollen regelmäßig weitere folgen. Zudem sollen des Zentrum für Umwelt und Kultur sowie die Benediktbeuerer Stiftungsfachhochschule die Waldkindergärten wissenschaftlich begeleiten, etwa durch Diplomarbeiten, und Fortbildungen für Erzieherinnen anbieten. Maria Brummert, die mit ihrer jüngsten Tochter Maike aus dem Oberallgäu angereist war, bereute die weite Fahrt nicht. "Das war ein seelische Zuckerl, das mich bestärkt, weiter zu machen", sagte sie. Die Kinderpflegerein ist Vorsitzende des Vereins Bergmänndle, der in Bleichnach bei Immenstadt einene Waldkindergarten betreibt. Für Juni ist eine Veranstaltung mit allen Regelkindergärten des Landkreises Bad Tölz- Wolftratshausen geplant.

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"Zwiebellook" gegen die Kälte

Vier Monate Waldkindergarten: Gesund und munter in freier Natur

 

Schlittenbande im Schnee

Bad Tölz - Mit ihren roten Bäckchen steht den Kleinen der Zwiebellook" besonders gut: Lange Unterhosen, Schneeanzug, Mütze, Schal und Handschuhe gehören derzeit zur Standardausrüstung. Heiner Koch muss es ja wissen: Er ist der Geschäftsführer des Albert-Schweitzer-Waldkindergartens, der im vergangenen September aufgrund einer Elterninitiative entstanden ist. Kochs fünfjährige Tochter Veronika ist eines der

etwa zehn Kinder, die seitdem bei jedem Wetter vormittags mit zwei Betreuern im Wald spazieren gehen, Schlitten fahren oder die Tierwelt entdecken.V orher treffen sich alle zum Morgenkreis, und zwischen Spielen und Erzählen gibt`s dann noch ein Frühstück im Freien. Zur Brotzeit wird später ein Lagerfeuer angezündet - unter strenger Aufsicht von Elisabeth-Ulrike Gerr und Sepp Kellner, den Betreuern und diplomierten Sozialpädagogen. Die Kleinen sollen schließlich nicht mit Feuer, sondern mit Moos, Holzstückchen oder Blumen spielen.
Entgegen der Ängste vieler besorgter Eltern scheint den Kleinen die Kälte nicht auszumachen. "Die Kleidung ist das A und O", meint Kellner. Und wenn es einmal sehr kalt ist, hält sich die Gruppe für eine Stunde im Wohnwagen auf, um sich aufzuwärmen.
Für interessierte Eltern findet am 2. Februar eine Informationsveranstaltung statt. Wer sein Kind anmelden möchte, kann sich unter Telefon 0175/5449354 an Elisabeth Gerr wenden.

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Kinder lernen ihre Fantasie zu gebrauchen

Auf Schnupperpfaden im Waldkindergarten

Umweltpädagogin Fichtner leitet Testwoche/Trägerschaft übernimmt Albert-Schweitzer-Stiftung

 

Bad Tölz/Marion Schöll
Heute sind Lioba, Sebastian und die anderen zum ersten Mal ohne ihre Eltern im Wald.
Sie sitzen dick behost und bemützt auf duftenden Fichtennadeln und sägen an einem Baumstämmchen herum. "Brennholz für unser Lagerfeuer", sagt Katharina Fichtner mit einem Augenzwinkern. Die Umweltpädagogin leitet ehrenamtlich die erste der Schnupperwochen für den Tölzer Waldkindergarten, der im Herbst starten soll.

Der Vormittag im Wald ist für die Kinder ein einziges Abenteuer. Heute morgen haben die schon Gelbbauchunken in einer Pfütze entdeckt. Und da liegt ein angenagter Tannenzapfen "Vom Eichhörnchen", weiß ein Kind und zeigt nach oben in die Baumkronen. Dann stapft das Mädchen zum Lager - ein von Zweigen eingerahmter Kreis, mit Moos gepolstert, einer blauen Regenplane überdacht und mit

zwei niedrigen Ast-Toren versehen - und holt sich Kirschen vom Tisch, einem Baumstumpf. Es sind nicht mehr viele da, die Drei- bis Vierjährigen haben schon einen Wettbewserb im Kirschkern-Weitspucken hinter sich. Die Gesichter sehen dementsprechend aus. Eine Elterninitiative hat den Waldkindergarten angeregt. Katharina Fichtner ist selbst Mutter und Umweltpädagogin in der Wildwechsel Naturschule. "Ich sehe bei erlebnispädagogischen Seminaren, wie wenig Jugendliche in der Natur zu Hause sind", sagt sie. Die Kleinen würden im Kindergartenalter ihren Bewegungsapparat und ihr Selbstvertrauen ausbilden. "Hier lernen sie, wie man auf einen Baum klettert und was dabei gefährlich ist." Weil es kleine Gruppen seien, könnten die Betreuer - derzeit suchen die Eltern nach einer Erzieherin - besser aufpassen. Die Kinder lernen auch, ihre Fantasie zu gebrauchen: Eine seltsame Astgabel wird sofort zu einem Werkzeug umfunktioniert.
Die Trägerschaft wird die Albert-

Schweitzer-Stiftung Bayern übernehmen, die auch die Anschubfinanzierung zugesagthat. Gefördert werden Waldkindergärten nur wenn die öffentlich anerkannt sind. "Wir streben das an", sagt Fichtner. Dafür sei ein fester Ausweichraum für Schlechtwetter nötig. Die Elterninitiative hat einen Raum im Evangelischen Gemeindezentrum Tölz in Aussicht, braucht aber dazu den Segen der Gemeinde.Geschäftsführender Beamter Klaus Pelikan sieht jedoch keinen Bedarf für einen weiteren Kindergarten. "Wir haben nichts dagegen, wollen aber auch keine Kosten übernehmen."
Meist sind es die Eltern, die ihre Kinder schicken, manchmal entscheiden die aber selbst. "Ein Bub will nicht in Häusern spielen", sagt Fichtner. Und ein Mädchen sei vor allem deswegen gekommen, weil sie gehört hat dass man im Waldkindergarten sägen darf.

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Glückwünsche für "Sternstundenhaus" auf der Ludwigshöhe

 

Dort wo früher Nürnberger Sonntagsausflügler Kuchen und die schöne Aussicht genossen haben, wohnt jetzt eine Familie des Albert-Schweitzer-Familienwerks. Gestern wurde das "Albert-Schweitzer-Sternstundenhaus" im ehemaligen Waldcafe auf der Rückersdorfer Ludwigshöhe offiziell eröffnet.

In dem komplett restaurierten und umgestalteten Gebäude, das nach wie vor rundum von Wald umgeben ist, wohnen derzeit vier Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren (am 10. Mai kommt noch ein Siebenjähriger dazu) die in ihren eigenen Familien mehr Leid als Wohl erfahren haben und deswegen dort nicht länger aufwachsen sollen. Betreut werden sie von einem "Hauselternpaar", das selbst in dem Heim wohnt, sowie von weiteren Erziehern, Kunst-, Musik- und Reittherapeuten und einem Psychologen, die regelmäßig vor Ort sind. Konzipiert ist das Haus für maximal neun Kinder und Jugendliche. "Rückersdorf als einer exklusiven Wohngemeinde steht es gut an, sich die Nöte anderer zu eigen zu machen", sagte Bürgermeister Werner Pleyer bei der Eröffnungsfeier. Er glaube sagen zu

Rückersdorf, Ansicht von Norden
dürfen, dass sich die gesamte Einwohnerschaft über die Einrichtung freue. So wie die Blindeninstitutsstiftung inzwischen einen festen Platz in der Gemeinde habe - obwohl es auch hier anfangs kritische Stimmen gab - werde auch das Albert-Schweitzer-Sternstundenhaus samt seiner Bewohner hier eine gute Entwicklung nehmen können. Landrat Helmut Reich bezeichnete das Heim als gute Komplettierung für den Landkreis, das an "Einrichtungen gelebter Menschlichkeit" schon das Sonderpädagogische Förderzentrum in Lauf, die Lebenshilfe in Schönberg, das Blindeninstitut in Rückersdorf und die Rummelsberger Anstalten bei Feucht aufzuweisen hat. Vielfacher Dank ging an Werner Diehl, Mitglied im Aufsichtsrat der Diehl-Gruppe, der zusammen mit seinen Brüdern den Einzug des Albert-Schweitzer-Heims in das

frühere Waldcafe ermöglichte und finanziell förderte. Erworben hatte die ehemalige Ausflugsgaststätte einst dessen Vater Karl Diehl. Das Gebäude war zuletzt etliche Jahre leer gestanden und fast zur Ruine verfallen, bis Heiner Koch, der Geschäftsführer des Albert-Schweitzer-Familienwerks Bayern mit dem Anliegen an die Diehl-Brüder herantrat, dort ein Familienheim einzurichten. "Herr Koch hat mich wirklich überzeugt", sagte Werner Diehl bei der Eröffnung, "ich wünsche dem Haus auch im Namen meiner Familie, viel Erfolg und Gottes reichen Segen". Eine weiterer großer Finanzierungsbeitrag kam von der "Sternstunden"-Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, weswegen das Haus auch "Sternstundenhaus" getauft wurde. Neben dem Spender dankte Albert-Schweitzer-Geschäftsführer Heiner Koch in besonderer Weise dem Rückersdorfer Bürgermeister: "Herr Pleyer hat uns sehr unterstützt, was wir auch brauchten, denn aus der Bevölkerung gab es durchaus Gegenwind". Dass hier eine "Räuberhöhle" entstehe, wie wohl manche Bürger befürchteten. (...) F. Moritz


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Die Kinder sollen später im Leben einmal ihren Mann stehen
Konzept des Albert-Schweitzer-Verbandes zur Erziehung benachteiligter Kinder überzeugte die Sponsoren

 

Dammbach-Krausenbach.
Die ehemalige Jugendherberge in Krausenbach ist frisch renoviert und beherbergt jetzt das Albert-Schweitzer-Kinderdorf für sozial benachteiligte Kinder. Zusammen mit Hausvater Jürgen Frohberg, Hausmutter Yvette Seiny und Großmutter Hildegard Frohberg sind die beiden Kinder, die seit einem Monat im Albert-Schweitzer-Haus leben, wie in einer Familie untergebracht.

Der 13-jährige Thomas und die 15-jährige Tina sind Geschwister. Beide haben ihr eigenes etwa 25 Quadratmeter großes Zimmer bereits bezogen, das sie ganz nach ihren eigenen Vorstellungen einrichten und gestalten konnten. "Jeder Raum hat von der Baustruktur her seine eigenen Individualität", sagt Yvette Seiny. Außerdem gibt es den Hobbyraum, wo man Fernsehen schauen oder Nintendo spielen kann, und eine große Küche, in der die

Kinder auch mal selber kochen. Das Haus bietet insgesamt Platz für 6 bis 7 Kinder. Ziel ist es, das Haus bis Jahresende vollständig zu belegen.

Drei-Generationen-Haus
Die Hauseltern leben ständig mit den Kindern zusammen. "Wir sind ein Drei-Generationen-Haus. Die Kinder sollen nicht nur innerhalb ihrer Gruppe sein sondern auch die ältere Generation erleben, mitsamt ihren Eigenheiten, und lernen Rücksicht darauf zu nehmen." Unterstützung werden die die beiden Hauseltern von zwei Erziehern erhalten, die täglich zwischen sechs und siebeneinhalb Stunden zur Verfügung stehen. Für die Ordnung im Haus und das Kochen sorgt außer den Kindern selbst noch eine Haushaltshilfe. Die Therapie der Kinder liegt in den Händen eines Psychologen, der ein bis zwei Stunden in der Woche anwesend ist. "Die Kinder sollen auch einen Außenstehenden als Ansprechpartner haben." (....)

Jugendamt finanziert
Das Jugendamt finanziert das Personal, die Therapie und sonstige

Ausgaben für die Kinder. "Es muss entsprechend gewirtschaftet werden", sagt Yvette Sveny. "Das Jugendamt kennt unser Konzept, die haben es sich auch angesehen." Auch die Sponsoren, überwiegend Privatpersonen, durch deren Unterstützung die Renovierung und Möblierung des Hauses erst möglich wurde, waren von der Idee des Albert-Schweitzer-Verbandes überzeugt. "Ein Sponsor hat das Projekt gekauft und angeboten, mit dem Ziel eine Einrichtung für Kinder darin unterzubringen. Verschiedene Vereine haben sich beworben und ihr Konzept vorgestellt. Der Albert-Schweitzer-Verband hat ihm am besten zugesagt."

Das Albert-Schweitzer-Familienwerk ist ein paritätischer Verband. " In Bayern ist das Werk noch im Aufbau", sagt Hausmutter Sveny. "Wir sind das erste Kinderdorf-Haus. Aber wir versuchen mit anderen Vereinen zusammenzuarbeiten." (....)
PETRA BLUM

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Inselprojekt betreut gestrandete Jugendliche auf dem Ruden
 

In der Einsamkeit des Ruden, einer kleinen Insel in der Ostsee vor Mecklenburg-Vorpommern, sollen sich schwer Verhaltensgestörte Jugendliche wieder zu sich selbst und einen Weg ins Leben finden.

Und das funktioniert so: Nach einer kurzen Kennenlern-Phase verbringt der völlig aus der Bahn geworfene Jugendliche mit seinem Betreuer mehrere Wochen in der Abgeschiedenheit des Rudens.

Kein Fernsehen - nur der Blick aufs Mehr. Zweimal in der Woche legt das Versorgungsschiff an, und das Notstromaggregat sorgt für Energie. Mit diesem radikalen Schnitt sollen die Jugendlichen wieder fähig werden, sich in die Gesellschaft einzugliedern.

Dieses Projekt steht in der Trägerschaft des Albert-Schweitzer- Familienwerkes Mecklenburg-Vorpommern und setzt damit eine Einrichtung des Familienwerks Sachsen-Anhalt fort. Diese ebneten damit schon zehn jungen Menschen den Weg ins Leben. diese Kinder haben bereits eine lange Karriere in etlichen Keimen und anderen Erziehungseinrichtungen hinter sich. Es ist ihre letzte Chance, sonst müssen sie in eine geschlossene Einrichtung.
Auch Martin (Name zum Schutz des Kindes geändert) ist einer dieser Jungen. Bisher sind alle Versuche gescheitert, ihn wieder "gesellschaftsfähig " zu machen. "Total langweilig" waren seine ersten Worte. Sich nach einigen Tagen änderte sich das. Er fand Gefallen daran, sich um die Schafe und Katzen zu kümmern, Wege zu befestigen und was es sonst noch so alles auf dem Eiland zu tun gibt.

Inselhaus auf dem Ruden
Hier gibt es nur eine Regel zwischen Betreuer und Jugendlichem: "Ein Mann - ein Wort". Was morgens besprochen wurde. ist auch einzuhalten. Am Anfang hat das noch nicht so gut funktioniert. Aber jetzt teilen sich die beiden ihren Zwei-Männer-Haushalt in puncto Abwaschen, Saubermachen und Kochen. Doch das funktioniert nur in der Abgeschiedenheit des Rudens, weil man nicht weglaufen kann und sich arrangieren muss.

Martin hat nach seinem Aufenthalt gute Chancen für seinen Lebensweg.

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125. Geburtstag von Albert Schweitzer
Wie die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer zu ihrem Namen kamen

 

125 Jahre alt wäre Albert Schweitzer am 14. Januar geworden. Er wurde 1875 in Kaysersberg im Oberelsaß als Sohn eines Pfarrers geboren und ist uns allen als großer Theologe, Tropenarzt, Philosoph, Musiker und Friedensnobelpreisträger in Erinnerung.

Aus diesem Anlass hat die deutsche Post eine Sonderbriefmarke herausgebracht.

Albert Schweitzer übernahm zu Lebzeiten die Patenschaft für unsere Kinderdörfer und ist uns seither ein Vorbild und Wegbegleiter.

Albert Schweitzer
Schon 1903 schrieb er an seine spätere Ehefrau Helene Breslau von seinem Herzenswunsch, einmal selbst Waisenkinder aufzunehmen und für sie zu sorgen. Dieser Wunsch erfüllte sich nicht. Er folgte seiner Berufung zum Missionsarzt. Nach seinen Idealen kümmern wir und in unseren Kinderdörfern und

Familienwerken um Menschen, die unsere Hilfe brauchen. In ganz Deutschland sind es Kinder und Jugendliche, Alte, Kranke und behinderte Menschen, denen wir zur Seite stehen.
Er hat sich wenig zu pädagogischen Themen geäußert. Was für unsere Arbeit in Theorie und Praxis eine Rolle spielt, ist das Menschenbild und die Ethik, die Albert Schweitzer geprägt hat. Daraus leiten sich die Inhalte unsrer Arbeit in unseren Einrichtungen ab.
Unabhängig von Religion, Rasse oder Zugehörigkeit zu sozialen Randgruppen werden Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung gefördert und unterstützt.

Albert Schweitzer war bei seinen vielfältigen Begabungen als Musiker, Arzt und Theologe immer ein Mensch der Tat. Es sagte was er dachte, und er tat was er sagte. Seine Glaubwürdigkeit ist stark mit dieser Übereinstimmung von Wort und Tat verbunden.Orginal Schriftstück Albert Schweitzer

Er forderte von niemanden etwas was er nicht auch selber bereit gewesen wäre zu geben. Er verbrachte einen großen teil seines Lebens in Lambarene, um das Elend das er dort vorfand zu lindern. Sie Eltern in Albert-Schweitzer-Kinderdörfern geben sich auch mit ihrer ganzen Person in diese Aufgabe. Sie geben die Trennung von Arbeit und Privatleben weitgehend auf und haben sich dafür entschieden, Kinder und Jugendliche, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen können, zu sich in die Familie aufzunehmen. Für Kinder gibt es kein besseres Zuhause als eine Familie. Die Kinderdorffamilie kann und soll den Kindern gesundes Vorbild sein und ein Modell für ihren eigenen Lebensentwurf bieten.

Die Kinderdorfeltern sind in ihrer ganzen Person gefordert. Sowohl fachlich wie auch persönliche, hauswirtschaftliche und handwerkliche Fähigkeiten werden von dem Paar erwartet. Auch da ist das Leben und Wirken Albert Schweitzers Vorbild. In Lambarene hat er sich um alle Belange gekümmert, vom Hausbau bis zur Operation.

Den Kontakt, den Albert Schweitzer zu uns aufgenommen hat, pflegt seine Tochter Rhena Schweitzer-Miller durch regelmäßige Besuche in unseren Kinderdörfern. Bei dieser Gelegenheit erzählt sie uns immer viel aus dem Leben ihres Vaters, das nicht aus Büchern zu entnehmen ist. Um so kostbarer sind uns ihre Besuche als ständige Verbindung zur Geisteshaltung ihres Vaters.
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  Neues Leben in einer Wohngruppe
Heiner Koch stellt in Bad Tölz Konzept der Albert-Schweitzer-Kinderdorfhäuser vor
 

Bad Tölz - im Herbst dieses Jahres wird im Spessart ein neues Albert-Schweitzer-Kinderdorfhaus fertig sein. Es ist nach einer Einrichtung in Nürnberg die zweite in Bayern. Das Konzept der therapeutischen Wohngruppe in Nürnberg stellte der Geschäftsführer des Bayerischen Verbandes, Heiner Koch am Freitag bei einer Tagung im Tölzer Gasthof Kolberbräu vor.

Dass der Albert-Schweitzer-Verband die Möglichkeit hat in Dammbach im Spessart ein neues Kinderdorfhaus einzurichten ist laut Werner Nickel, Geschäftsführer des gesamtdeutschen Dachverbandes in Dreieich bei Frankfurt, "eine Story, die wie ein Märchen klingt". In der Wochenzeitung "Die Zeit" sei man vor einiger Zeit auf eine Anzeige gestoßen: "Jugendherberge zu verschenken für eine soziale Einrichtung", hieß es dort.
Die Anzeige hatte der Immobilienkaufmann Karl Wolf in die Zeitung gesetzt. "Unser Konzept hat ihm am besten gefallen", freut sich Koch. In der

Herberge entstehe nun der Raum für eine weitere Pflegefamilie mit sieben Kindern.
Therapeutische Wohngruppe
Der Albert-Schweitzer-Verband der Familienwerke und Kinderdörfer wurde am 1. Juni 1995 in Frankfurt am Main gegründet. Die bayerische Unterabteilung, wie es die auch noch in acht weiteren Bundesländern gibt, kam im Mai 1996 hinzu. Der Verband setzt sich für die Erfüllung der finanziellen Aufgabe ein, die bei Kinder-, Jugend-, alten- und Behindertenhilfsprojekten entstehen.

Die therapeutische Jugendwohngruppe in Nürnberg beispielsweise ist laut Koch für Jugendliche aus zerrütteten Familien gedacht, die Probleme in der Schule oder mit ihrer Lehrstelle haben. Im Gegensatz zu den Kinderdörfern lebten die allerdings nicht mit Pflegeeltern zusammen, sondern in einer Wohngemeinschaft mit therapeutischer Betreuung.
"Dort wohnen acht Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren", erzählt der Sozialpädagoge Koch. Sie gingen ganz normal zur schule oder zu ihrer Lehrstelle und lernten durch das Leben in der Wohngruppe

Mithilfe im Garten auch alltägliche Aufgaben zu übernehmen, wie Tisch decken, Zimmer aufräumen und so weiter, zählt Koch auf.
Die Jugendämter zahlen seinen Angaben nach dafür einen Tagessatz von 250 Mark pro Jugendlichen. Das höre sich immer nach viel an, weis auch Nickel. Ganze siebzig Prozent gingen allerdings für Personalkisten drauf. Zum essen stünden täglich elf Mark zur Verfügung, dann noch etwas für Kleider, Kultur oder auch einen Frisörbesuch.

Umzug nach Berlin
die bayerische Geschäftsstelle ist in Königsdorf, der Dachverband soll nach Nickels Worten bald nach Berlin verlegt werden. Von der neuen Hauptstadt aus wolle man sich noch mehr auf die neuen Bundesländer konzentrieren.


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Herberge wurde zum Heim für Jugendliche
Albert-Schweitzer-Haus in Krausenbach aus privater Initiative heraus entstanden

 
 

Dammbach (Kreis Aschaffenburg)
Eine Heimat finden benachteiligte Kinder ab sofort im Dammbacher Ortsteil Krausenbach: Karl Wolf stellt die ihm gehörende frühere Jugendherberge dem Albert-Schweitzer-Familienwerk Bayern zu Verfügung. Die karitative Einrichtung betreut in dem Heim Kinder aus schwierigen Verhältnissen. Seiner Bestimmung übergeben und gesegnet wurde das Albert-Schweitzer-Spessarthaus am Samstag.

Wolf hatte die vom Jugendwerk zum Verkauf angebotenen Gebäude erworben, um sie für die Betreuung von Kindern zur Verfügung zu stellen. Die Gemeinde Dammbach, deren Vorgängerin , die Gemeinde Krausenbach, die Flächen vom Jugendherbergswerk geschenkt hatte, hatte von ihrem Vorkaufsrecht nur für eine Fläche unterhalb der Frühlingsstraße Gebrauch gemacht.
Das Gutes tun gar nicht so einfach ist, zeigte sich in der Folge, als eine Reihe von sozialen und karitativen Verbänden abwinkten und in Dammbach nicht für Kinder aktiv werden wollten. Den Durchbruch schaffte eine Anzeige, in der die Jugendherberge angeboten wurde und von der das Albert-Schweitzer-Familienwerk Bayern erfuhr. "Die notwendige Renovierung war kein Problem", meinte Karl Wolf, der bereit war, seinen privaten Säckel zu öffnen.
Karl Wolf, der während des

Anliegen, dass die Kinder die Nestwärme ersetzt bekommen können, die in der eigenen Familie fehle. Die die Aufgabe der Eltern, die das Haus mit Leben, Liebe und Geborgenheit erfüllen müssten. Heiner Koch, Geschäftsführer des Albert-Schweitzer-Familienwerks Bayern, sprach von einem "Märchen, das wahr wurde". Der kleine Verein hat eine Einrichtung in Nürnberg und eröffnet in Dammbach seine zweite Wirkungsstätte.

Spessarthaus
Festaktes immer wieder von Beifall unterbrochen wurde, äußerte sein Pfarrer Anton Heußlein segnete das Haus und ging auf das Leben und Wirken des elsässischen Arztes und evangelischen Pastors Albert Schweitzer ein, dessen Motto stets "Ehrfurcht vor dem Leben" gewesen sei. Der Pfarrer wünschte, dass dieser Gedanke auch im neuen Albert-Schweitzer-Spessarthaus herrschen möge.

Scheck 50 000 Mark
Grußworte sprachen Bürgermeister Alois Brand, Vertreter des Jugendherbergswerk und des Spessartbundes Die stellvertretende Landrätin Rossel Heeg war sicher,

dass die Heimaufsicht noch im November zusammen mit dem Jugendamt die notwendige Betriebserlaubnis erteilt. Mit dem Ehrenteller des Landkreises würdigte sie das Werk. Der Geschäftsführer des deutschen Bundes der Albert-Schweitzer-Familienwerke legte den Dammbachern ans Herz, dass sie die Neubürger wirklich annehmen und Wurzeln schlagen lasen sollten.

Gedankt wurde neben Karl Wolf auch dem Dammbacher Ehepaar Norbert und Barbara Net, das ein Kreuz gespendet und beim Bau geholfen hatte. Ursula Sluka vom Bayerischen Rundfunk überreichte für die Aktion "Sternstunden" einen Scheck über 50 000 Mark für die Einrichtung des Hauses. Mit dieser Spende wird die Küche eingerichtet und auch einige Kinderzimmer gekauft. Umrahmt wurde die Feier vom Gesangsverein Spessartwald Krausenbach, dem Musikverein Dammbachtaler Krausenbach unter der Leitung von Elmar Herrmann, von Andreas Hirsch, der ein von einer älteren Frau aus dem Dorf geschriebenes Gedicht über die Jugendherberge und das neue Leben darin vortrug, und von der Kindersinggruppe der Dammbacher Kolpingsfamilie "Querbeet" unter Leitung von Andree Quatraccioni. Ihr Lied mit dem Text "vergiss es nie, du warst einen anderen Idee, du bist kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, aber ein Gedanke Gottes" könnte Motto für die Kinder sein, die zukünftig in dem Haus Geborgenheit und Liebe erfahren sollen.

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Die geistigen Erben des Dschungeldoktors in Tölz
Tagung des Albert-Schweitzer-Verbands im Gasthof Kolberbräu

 
 

Bad Tölz - Wolfratshausen
Waisen und Kindern aus sozial problematischen Familien mit Kinderdörfern und Tagesstätten zu helfen, das ist das Ziel das Albert-Schweitzer-Verbands, der in Deutschland seit über 40 Jahren aktiv ist. Vom vergangenen Donnerstag bis Sonntag trafen sich 14 Vertreter des gemeinnützigen Familienwerks zu einer Geschäftsführerkonferenz in Bad Tölz.

Dass man gerade in Tölzer Kolberbräu tagte, hat neben dem von den Teilnehmern gelobten Tagungsbedingungen vor allem einen Grund: "Wir wollen den Bayern mit Rat und Tat zur Seite stehen", so der niedersächsische Vorstandsvorsitzende Heiner Theiß. Denn die erst 1996 gegründete bayerische Landesgruppe ist das jüngste Verbandsmitglied - und da heißt es Aufbauarbeit leisten. Von den langjährigen Erfahrungen seiner

Kollegen kann vor allem Heiner Koch profitieren, der erst seit drei Monaten Geschäftsführer der bayerischen Landesgruppe ist.
Koch hat vor seinem Wechsel zum Albert-Schweitzer-Familienwerk das Beuerberger Inselhaus geleitet. Zum gegenwärtigen Stand hat die bayerische Sektion rund 30 Mitglieder, die meisten davon aus dem hiesigen Landkreis, und betreut vor allem folgende Projekte: Das Albert-Schweitzer-Spessarthaus in Dammbach/Unterfranken, zwei Kinderdorffamilien in Erlangen und Lauf sowie eine therapeutische Jugendwohngruppe in Nürnberg.
Das Spessarthaus bietet sieben Kindern ein neues Heim, die nach der Trennung ihrer Eltern in einer Kinderdorffamilie leben. In der therapeutischen Jugendwohngruppe in Nürnberg leben acht Sozialwaisen, die im Rahmen eines Wohnprojektes heilpädagogische Betreuung erhalten, um trotz schwerer Vergangenheit wieder in der

Gesellschaft Fuß fassen können.
Bisher steht man vor allem in Bayern im Schatten der SOS-Kinderdörfer, die ein ähnliches Konzept verfolgen. Beide Verbände waren übrigens ursprünglich in einem Verband zusammengeschlossen, bevor man seit den fünfziger Jahren mit ähnlichem Ziel getrennte Wege ging. Anfangs hatte der Namespatron Albert Schweitzer zu Lebzeiten noch persönlich die Patenschaft der deutschen Kinderdörfer übernommen. "Doch nach all den Jahren gibt es noch immer so viel Not, dass es sich lohnt, das Vermächtnis Albert Schweitzers fortzusetzen", erklärt Heiner Theiß.
Neben dem Erfahrungsaustausch stand die Vorbereitung einer neuen Infobroschüre aus der Tagesordnung. Daneben blieb auch noch genügend Zeit, um das Treffen am Sonntag mit einer gemeinsamen Floßfahrt auf der Isar abzuschließen.


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